Willkommen zum Wochenende der Euregio 2008!
Für alle, die nicht wissen, was die Euregio ist, eine kurze Erklärung:
Die Euregio ist eine länderübergreifende Regatta, die von deutschen, niederländischen und belgischen Segel-Vereinen organisiert wird, und zwar jedes Jahr abwechselnd von einem Verein einer anderen Nation reihum.
Dieses Jahr waren die Belgier dran, genauer gesagt der Segel-Verein aus Maaseik, gesponsert unter Anderem von der Provincie Limburg.
Insgesamt gingen 80 Boote in 4 verschiedenen Gruppen an den Start Willkommen zum Wochenende der Euregio 2008! Für alle, die nicht wissen, was die Euregio ist, eine kurze Erklärung:
Die Euregio ist eine länderübergreifende Regatta, die von deutschen, niederländischen und belgischen Segel-Vereinen organisiert wird, und zwar jedes Jahr abwechselnd von einem Verein einer anderen Nation reihum.
Dieses Jahr waren die Belgier dran, genauer gesagt der Segel-Verein aus Maaseik, gesponsert unter Anderem von der Provincie Limburg.
Insgesamt gingen 80 Boote in 4 verschiedenen Gruppen an den Start und wurden dann innerhalb dieser Gruppen in kleineren Klassen gewertet, wenn mindestens 5 „gleiche“ Boote vertreten waren.
Von uns Segelfreaks gingen Anne und Andrea mit der 420er „Wet-Red-Wet“ und deren neuen Segeln an den Start. Nachdem sie Donnerstag und Freitag bei eher mäßigem Wind noch etwas trainieren konnten, beobachteten wir am Freitag Abend erstmals die Konkurenz, die zahlreich im Jollenhafen eintraf. Einige Vaurien waren zu sehen, Laser, ein anderer 420er und noch viele andere, unter anderem lustige Surfbretter mit Segeln drauf, die dann auch noch zu zweit gesegelt werden. Diese Klasse nennt sich „Scow Tempo“, was es nicht alles gibt.
Am Samstagmorgen traf man sich dann zum „Skippers Meeting“, auf dem der Regatta-Kurs ungefähr auf einer Karte skizziert wurde und die Startregeln und –signale kurz erläutert wurden.
Sofort im Anschluss versuchten alle aufs Wasser zu kommen, was einer Optimisten-Ausbildung, die zufällig zur gleichen Zeit im Jollenhafen statt fand, ein paar Probleme bereitete, aber unser See ist ja groß genug zum ausweichen. Auf dem großen See angekommen, suchte man erstmal den echten Regatta-Kurs, der zwar in Umrissen, aber nicht ganz in der Größe dem auf der Skizze angezeichneten entsprach.
Bei sonnig-bewölktem Wetter und mitunter 4 Windstärken (also schon etwas mehr als üblich in Ophoven) begann dann endlich die Regatta.
Nach anfänglicher Verwirrung über Schallsignale, die nicht ganz passten, oder durch den Wind nicht zu allen durchdrangen und leger auf Armlänge am Regattaleitungs-Start-Boot gehissten Flaggensignale, konnten dann alle drei Läufe für jede der 4 Gruppen durchgezogen werden, so dass jedes Boot das wollte, den Trapezkurs 6 mal umsegelte. Unser Team schlug sich ganz gut, aber den Vorteil den andere verglichene Klassen durch ihren Spinnaker heraus fuhren, konnten sie nicht wettmachen.
Am Abend gab es ein großes Barbecue, wir entschieden uns aber zu unserem eigenen Barbecue auf dem Campingplatz und beobachteten dann noch ein bisschen die gemütliche Zeltstadt, die sich auf dem Parkplatz oberhalb des Jollenhafens gebildet hatte.
Auch am Sonntagvormittag gab es noch einmal ein Skippers Meeting. Da heute nur 1 bis 2 Windstärken ein bisschen pusteten, wurden die Läufe auf eine Runde statt zwei wie am Vortag gekürzt.
Als alle nun aus dem Jollenhafen wollten, war überhaupt kein Wind da, dazu gesellten sich in einem Bereich von ca. 20 mal 20 Meter ein paar Regentropfen… aber immer im gleichen Bereich auf dem See.
Wir waren dann so freundlich und boten uns an, die Boote, die schon etwas spät dran waren aus dem Hafen zumindest soweit zu schleppen, bis sie ein bisschen Wind hatten. Ich möchte nicht sagen dank uns, aber immerhin erreichten alle rechtzeitig den Start und auch unser Versorgungsschiff konnte sich seinen gestrigen Platz in der Mitte des Trapezes an einer gelben Tonne sichern, um so alles optimal überblicken zu können. Gerade rechtzeitig zum ersten Lauf. An diesem windärmeren Tag findet meiner Meinung nach ja das „anspruchsvollere“, taktischere Segeln statt. Fragen wie „Ist da vorne vielleicht etwas mehr Wind?“, „Sollte ich also diesen Kurs noch etwas weiter laufen, oder doch lieber wenden und das ausnutzen, was da vorne nach etwas mehr Wind aussieht?“ und „Kann ich meinen Trimm evtl. durch Gewichtsverlagerung nach vorne noch ein bisschen verbessern?“ waren diejenigen, deren richtige Beantwortung den entscheidenden Vorteil lieferten.
So schaffte unser Team um Anne und Andrea es, bei diesen beiden Läufen ganz vorne mitzulaufen.
Zurück in den Hafen ließen sich die meisten dann wieder bereitwillig mitnehmen (/schleppen).
Die Siegerehrung am Nachmittag brachte dann noch einige Überraschungen. Die uns schon am ersten Tag aufgefallene, sehr kreative Bewertung der Kommission, bei der sich sogar ganze Plätze des ersten Tages erstaunlicher Weise noch einmal änderten ergab dann, dass unser Team trotz seiner guten Leistung am zweiten Tag, den anderen 420er nicht schlagen konnte (um 0,3 Punkte) und so „nur“ den 5. Platz erreichte.
Auch wenn ich der Wertung immer noch sehr kritisch gegenüber stehe, wollen wir ja keine Miesmacher sein. Denn das Wichtigste ist schließlich, dass alle Spaß hatten, sich mit anderen messen konnten, die internationale oder interregionale (wie auch immer) Freundschaft pflegen und einfach ein interessantes Wochenende hatten. Und in dieser Hinsicht hat alles hervorragend geklappt. J
[Nächstes Jahr findet das Spektakel übrigens in Roermond statt.]